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Martha Levinson
Martha Levinson.jpg
Eigenschaften
Geschlecht weiblich
erster Auftritt Folge 1 (Staffel 3)
gespielt von Shirley MacLaine

Martha Levinson ist die Witwe von Isidore Levinson und Mutter von Harold Levinson sowie Cora Crawley. Obwohl von ihr schon früh in der Serie die Rede ist - sie hat Cora vor Jahren einen großen Teil ihres Vermögens überlassen und damit Downton Abbey vor dem finanziellen Ruin bewahrt - taucht sie erst zu Beginn der dritten Staffel auf. Sie ist Amerikanerin und gehört zur schwerreichen Oberschicht New Yorks.

Anlässlich der Hochzeit von Mary und Matthew kommt sie nach Downton Abbey und bleibt dort für mehrere Wochen. Mit ihrer exzentrischen Persönlichkeit bringt sie Irritation und Chaos nach Downton Abbey. Ohne Scheu spricht sie aus, was sie von der britischen Aristokratie des beginnenden 20. Jahrhunderts denkt. Sie hält das englische Gesellschaftssystem und seine Traditionen für erstarrt, rückständig und damit überkommen und stellt das republikanische amerikanische Gesellschaftsmodell demgegenüber als leuchtendes Beispiel der Moderne entgegen. Ziel ihres beißenden Spotts ist oftmals die Gräfinnenwitwe Violet, die sich allerdings zu wehren weiß. In Downton Abbey ist sie daher nicht unbedingt gerne gesehen und insbesondere Robert und Violet sehnen den Tag ihrer Abreise herbei.

Ihre herzliche Seite kommt allerdings auch zum Vorschein, als sie Edith dabei hilft, Robert zu überzeugen, in die Ehe mit Sir Anthony Strallan einzuwilligen.

Downton Abbey gerät zu Beginn der dritten Staffel in finanzielle Schwierigkeiten und so versuchen Mary und Violet, Martha davon zu überzeugen, erneut mit ihrem Geld Downton zu retten. Dazu organisieren sie ein festliches Dinner, bei der alles aufgefahren werden soll, was geht. Downton Abbey soll seine Wichtigkeit als gesellschaftlicher Mittelpunkt und Bewahrer britischer Tradition beweisen. Von vornherein ist dies ein untauglicher Versuch, zumal Martha keine Gelegenheit ausläßt, ihre Ablehnung englischer Traditionen kundzutun. Zudem geht bei diesem Fest so ziemlich alles schief. Robert und Matthew erscheinen aus  verschiedenen Gründen nicht im (eigentlich angemessenen) Frack sondern "underdressed" im Dinner Jacket.  Viel schlimmer ist aber, dass der Ofen in der Küche ausfällt. So droht das Dinner auszufallen. Hier läuft Martha zur Hochform auf, als sie vor der geschockten Familie die Zügel in die Hand nimmt und spontan eine Party mit kaltem Buffet, lockerer Sitzordnung und Hausmusik organisiert, was zwar nicht den britischen Gepflogenheiten einer geselligen Zusammenkunft entspricht, an dem aber offensichtlich alle Gäste Spaß haben. Am Ende der Party erklärt sie dann aber einer zutiefst enttäuschten Mary, das sie keinesfalls willens ist, weiteres Geld in Downton zu stecken. Aber auch Martha ist traurig darüber, so offensichtlich von ihrer Enkelin angepumpt zu werden, so dass sie sich entschließt, nach Amerika zurückzukehren.

Ihren nächsten Auftritt hat Martha Levinson im Weihnachtsspecial zur vierten Staffel, als sie mit Ihrem Sohn Harold nach England zurückkehrt, um der Londoner Einführungssaison von Roberts Nichte Rose MacClare beizuwohnen. Erneut gerät sie wiederholt heftig mit Violet aneinander. Zudem wird sie das Ziel der Avancen des verarmten aber durchtriebenen Lord Aysgarth, der auf der Suche nach einem neuen Vermögen ist und dabei auf die Attraktivität seines Adelstitels setzt. Ungläubig und geschockt muss Lord Aysgarth am Ende feststellen, dass sein Adelstitel keinerlei Reiz auf Martha ausübt.

Der von Shirley MacLaine toll gespielte Charakter der Martha Levinson hinterlässt den Zuschauer mit gemischten Gefühlen. Einerseits spricht Martha einem mit ihrer Kritik an dem erstarrten englischen Gesellschaftssystem aus der Seele, andererseits äußert sie ihre Ansichten mit einer derartigen Selbstgerechtigkeit, dass man doch sehr geneigt ist, mit Violet gegen sie zu sympatisieren. Wenn man Martha am Esstisch in Downton Abbey zusieht, wie sie mit  - auch aus heutiger Sicht - schlechten Tischmanieren und ihrer Besserwisserei allen auf die Nerven geht, kommt man nicht umhin zu denken, dass so ein paar Traditionen doch nicht so schlecht sein können. Dennoch ist Martha Levinson ein herrlicher Farbfleck im schwarz-weißen Downton Abbey, den man unbedingt wiedersehen will.

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